Verblüffende Miniatureffekte in Sekundenschnelle
Erinnern Sie sich noch? Windows 7 wurde uns als das ultimative Betriebssystem angepriesen, das alles besser machen sollte. Tatsächlich war es Vista meilenweit überlegen. Doch lag dies überwiegend an einfachen Verbesserungen und nicht an den damals vollmundig angepriesenen neuen Funktionen.

Dennoch lohnt es sich, auf die Features zurückzublicken und manchmal ist es auch sinnvoll, diese zu nutzen.

Jumplisten

Für uns das Top-Feature von Windows 7 schlechthin: Die Sprunglisten (“Jumplists”) von Windows 7 erlauben es, blitzschnell auf wichtige Dokumente, Tabellen, Webseiten oder Lieder zuzugreifen. Einige Programme bieten auch Extra-Funktionen, via Outlook lassen sich so beispielsweise neue Mails verfassen.

Leider werden die Jumplisten nicht von allen Programmen voll unterstützt; bei Filezilla wäre es zum Beispiel ungemein praktisch, wenn man dort die zuletzt genutzten Ftp-Verbindungen aufrufen könnte. Dennoch bleiben die Sprunglisten eine der besten Microsoft-Innovationen der vergangenen Jahre.

Tipp am Rande: Der Jumplist-Launcher erlaubt noch viele weitere Änderungen und Verbesserungen an den Listen.

Bibliotheken

Alle Daten unter einem Dach – das war das Konzept der Bibliotheken. Blöd nur, dass die Speicherorte nur auf dem lokalen PC und USB-Festplatten indexiert wurden. Bei Netzlaufwerken jedoch versagte das Konzept. Diese lassen sich bis heute nur auf Umwegen vernünftig einbinden. Das sah wohl auch Microsoft so. Mit Windows 8.1 verschwanden die Bibliotheken wieder.

Netzwerkverbindung

Die neue Netzwerkfreigabe hat den Aufbau eines Heim-LANs viel einfacher gemacht. Für manche zu einfach, denn der Assistent erlaubt es nur global, alle Bilder oder Videos freizugeben und diese müssen zudem in den Bibliotheken erfasst sein. Außerdem können ältere oder Nicht-Microsoft-Rechner mit dem Code nichts anfangen.

Ressourcenmonitor

Mit Windows 7 hat Microsoft endlich auch den Taskmanager renoviert – und gleich als neues Tool mit dazugepackt. Der Ressourcenmonitor zeigt nun viel detaillierter an, was Programme gerade tun und welche Systemressourcen sie benötigen.

So ist es zum Beispiel möglich festzustellen, ob und welche Prozessorkerne gerade “geparkt” sind, eine Funktion, die Intel mit den Core-i7-Prozessoren einführte. Außerdem ist Windows 7 nun so “schlau” und lastet zunächst die echten und erst danach die virtuellen CPU-Kerne aus.

Das Snipping-Tool

Um eben einen Screenshot zu machen, braucht man nun nicht mehr extra ein Hilfsprogramm zu installieren, sondern kann das integrierte Snipping Tool nutzen. Über das Kontextmenü der Verknüpfung kann man unter Tastenkombination eine beliebige Kombination eintragen und das Programm so per Shortcut starten. Noch mehr Funktionen bietet das Snipping Tool Plus, das.

Außerdem nützlich

Neben den genannten gab es noch eine Reihe weiterer neuer Funktionen, allen voran natürlich Aerosnap, das “Schnappen” der Fenster, wenn diese an den Bildschirmrand gezogen werden. Auch der Problemrekorder und die neuen Taskleisten-Funktionen erwiesen sich als nützlich.

Einer meiner persönlichen Favoriten ist schließlich noch das Shift-Klick-Kontextmenü: Klickt man mit der rechten Maustaste auf eine Datei und hält dabei die UMSCHALT-Taste gedrückt, so tauchen im Kontextmenü einige neue Optionen auf. Die nützlichste: Man kann den kompletten Pfad zu der Datei direkt in die Zwischenablage kopieren, was viele Klicks spart.
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