Nie wieder Stock-Fotos kaufen
Auch wenn die meisten Stockphoto-Agenturen billig sind – optimal versorgt ist man damit noch lange nicht. Oft gibt es Lizenzeinschränkungen (beispielsweise Mengenbegrenzungen oder Verbote für bestimmte Einsatzzwecke) und das Credit-System der meisten Anbieter nervt einfach nur – vor allem, wenn wieder mal ein Jahr rum ist und man seine Rest-Credits verschleudern muss.
Auch die Preise sind nicht immer so günstig wie man es gerne hätte; während man bei einigen Anbietern durch die geschickte Kombination mehrere Rabatte Top-Fotos bereits ab fünf Euro bekommt, wollen andere Agenturen 30 Euro und mehr pro Bild haben.

Alternative: Public-Domain-Bilder

Unter Umständen muss man für ein Top-Foto jedoch gar nichts bezahlen. Bilder unter einer Public-Domain-Lizenz können nach Belieben eingesetzt und verändert werden, selbstverständlich auch für kommerzielle Zwecke. Bislang war es recht mühsam, die zahllosen Quellen für PD-Bilder wie etwa Wikipedia oder die NASA einzeln abzuklappern.

Das Public-Domain-Projekt Pixabay jedoch hat mittlerweile eine Größe erreicht, die es mit kleineren Agenturseiten aufnehmen kann. Mehr als 80.000 Fotos waren es nach Angaben der aus Deutschland stammenden Betreiber im April 2013, Tendenz stark steigend. Für gängige Motive wie den Kaffeesack, die Erde oder Blumen-Makros gibt es dutzende tolle Treffer. Bei abstrakten Begriffen wie „Internet“ oder „Datenschutz“ findet Pixabay immerhin noch einige Resultate und nur bei Spezialbegriffen wie ebook-Reader muss man auf andere Fotoportale ausweichen.

Wer als CMS WordPress einsetzt, kann seit kurzem auch ein Plug-in installieren, mit dem direkt aus dem Blog in der Pixabay-Datenbank ein passendes Foto herausgesucht werden kann.

Rechte beachten

Die Bilder von Pixabay sind großartig, stellen aber dennoch keinen Freifahrtschein dar. Die Fotos dürfen nicht für illegale Zwecke eingesetzt oder in anstößiger Art und Weise dargestellt werden.

Vorsicht ist auch bei Marken und Personen geboten – zwar hat der Fotograf seine Rechte durch den Upload bei Pixabay abgetreten, doch können Personen und Firmen durchaus noch Ansprüche geltend machen. Von Personen sollte daher eine Einverständniserklärung vorliegen, bei Marken ist die entsprechende Firma zu fragen.

Die Uploads werden zwar vom Pixabay-Team geprüft und manuell freigegeben, letztlich kann aber niemand garantieren, dass der Hochladende auch wirklich alle Rechte besessen hat. Mitunter können auch länderübergreifende Probleme auftauchen; ein in Frankreich aufgenommenes Bild vom Eiffelturm bei Nacht kann im schlimmsten Fall zur Anklage in Deutschland führen – solche Bilder werden aber unverdrossen angeboten.

Fazit: Wer Public-Domain-Bilder sucht, wird mit Pixabay glücklich. Die Gratisbilder müssen dennoch mit Bedacht eingesetzt und lieber zweimal kontrolliert werden. Wer eine Person oder einen Ferrari braucht, sollte besser bei der Stockagentur bleiben – für alle anderen Fälle ist Pixabay ideal.
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